Einheitliche Notation durch Farben

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lumixx LED-Notfallkeil

Kürzlich habe ich in verschiedenen Internetforen und auch bei Facebook im weitesten Sinne zum Thema „einheitliche Notation“ und Kennzeichnung im Einsatz diskutiert. Keil Stein des Anstoßes war dabei ein Produkt , welches auch von uns hier im Shop angeboten wird, nämlich der lumixx LED-Notfallkeil. Dabei handelt es sich um einen Keil aus Silikon, der für den Innenangriff von Feuerwehren gedacht ist und dabei zum aufhalten von Türen dient. Im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Keilen aus Holz verfügt der lumixx über eine LED-Einheit, die grünes Dauer- und Blinklicht abgibt. Der Hersteller wirbt damit, dass so auch bei verrauchten Räumen der Ausgang schneller zu finden wäre, Kritiker argumentieren, dass es dafür ja ohnehin eine Rückzugssicherung geben muss.

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GHS-Symbol „Feuergefährlich“

Letzteres ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Allerdings bin ich der Meinung, dass jede Kennzeichung, wenn sie sinnvoll eingesetzt wird, Einsatzabläufe beschleunigen, vereinfachen und ggf. auch sicherer machen kann. Schauen wir uns also einmal an, welche anderen Kennzeichnungen üblicherweise in der Gefahrenabwehr verwendet werden. Ziemlich schnell sehen wir dann, dass dies fast allgegenwärtig sind. Die meisten Kennzeichnungen, die wir alle kennen, sind einheitlich festgelegt, folgen also einer so genannten einheitlichen Notation. Das bedeutet, dass teils komplexe inhaltliche Zusammenhänge auf ein allgemein bekanntes, für Sender und Empfänger gleichbedeutendes Zeichen zusammengefasst werden. Ein gutes Beispiel dafür sind die Symbole für Gefahrstoffe. Jeder Feuerwehrmann lernt ihre Bedeutung in der Grundausbildung kennen und kann sie später unmissverständlich deuten.

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Führungskräftekennzeichnung

Etwas schwieriger wird es dann vielleicht schon bei der Führungskräftekennzeichnung. Da gab es in Hessen lange Zeit den rot gekennzeichneten „Zugführer“, aber keine Kennzeichnung für Fahrzeugführer. Das hatte zur Folge, dass irgendwann sowohl „echte“ Zugführer, Wehrführer und teilweise auch Gruppenführer eine rote Weste trugen. Damit hatte man dann schon wieder nicht mehr die einheitliche Notation – wäre das so gewesen, dann hätte es für jede Führungsebene auch nur eine eindeutige Farbe geben dürfen. Aber dass eine gelbe Kennzeichungsweste den Einsatzleiter (zumindest bei der Feuerwehr) kennzeichnet, setzt sich inzwischen immer mehr durch.

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Verschiedenfarbige Powerflares eignen sich zu Kennzeichnungszwecken

Im Rahmen von Arbeiten zum Thema Kennzeichnung der Führungsorganisation wurde auch für sinnvoll erkannt, Führungsstellen und besondere Räume zu kennzeichnen, etwa durch farbige, am besten variable Tafeln (in gelb für die Einsatzleitung, in weiß für die Abschnittsleitung usw.). Ein bisschen aus der Rolle fällt hier wiederum der empfohlene Einsatz einer roten Rundumkennleuchte für den Platz der Einsatzleitung, was aber ganz praktisch daraus resultiert, dass gelbe Kennleuchten an Einsatzstellen druchaus häufiger anzutreffen sind (Straßenmeisterei, Warnleuchten usw.). Inzwischen sind, z.B. mit unseren Powerflares, auch viele verschiedene Farben an LED-Leuchten möglich, so könnte man z.B. auch die Abschnittsleitung weiß kennzeichnen.

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Die Kennzeichnung von Notausgängen ist immer grün

Wie bereits in einem der letzten Beiträge beschrieben ist es z.B. in der Schweiz, bei der Tunnelrettung üblich, einsatztaktisch wichtige Punkte mit farbigen Leuchten zu kennzeichnen. Auch hier finden Powerflares Verwendung, u.a. für Wasserentnahmestellen in blau, im Sinne der einheitliche Notation wieder leicht mit Wasser in Verbindung zu bringen, und in grün für Notausgänge. Letzteres ist in meinen Augen recht praktisch, da grüne Beleuchtungen für Notausgänge ebenfalls üblich sind. Warum also dann nicht auch mobil Anwendungen? Im gleichen Kontext sehe ich dann wieder den eingangs angesprochenen beleuchteten Keil. Er liegt automatisch am Ausgang, beispielsweise des Brandraumes. Warum ihn also nicht zur zusätzlichen Kennzeichnung dieses Punktes mit verwenden? Schließlich schafft das Übersicht und wir bleiben mit der grünen Farbe in der einheitlichen „Ausgang“-Notation.