Rauchmelderpflicht in Hessen 2014

Bereits seit 2005 regelt eine Änderung in der hessichen Bauordnung (HBO), genauer im  § 13 Abs. 5, die Verpflichtung, in allen Wohnungen Rauchmelder anzubringen.

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten.

Das bedeutet, dass bis zum Ende dieses Jahres alle genannten Räume in allen Wohnungen zwingend mit Rauchmeldern auszustatten sind. In einer Konkretisierung der HBO von 2011 wurde dann auch geregelt, wer dafür zuständig ist, die Wohnungen mit Rauchmeldern auszurüsten. Diese Pflicht trifft immer den Eigentümer, egal ob es sich um selbst bewohntes oder vermietetes Eigentum handelt. Die Sicherstellung der Betriebsfähigkeit, also z.B. die regelmäßige Überprfüng gemäß der Gebrauchsanleitung des jeweiligen Gerätes oder der Wechsel der Batterien ist Aufgabe des Besitzers der Wohnung, also z.B. des Mieters, wenn der Eigentümer nicht selbst in der Wohnung wohnt oder diese Verpflichtung, etwa weil er eine Wartungsfirma beauftragt hat, nicht selbst übernimmt.

Welche Rauchmelder auswählen?

Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Rauchmeldern. Gemäß den Hinweisen aus der Handlungsempfehlung zur hessischen Bauordnung (HE-HBO) sollen die Melder der Produktnorm DIN EN 14606 entsprechen. Die Versicherungswirtschaft prüft über ihre Tochtergesellschaft VdS Ihrerseits Rauchmelder und zertifiziert diese, so dass Geräte, die sowohl der DIN EN 14606 entsprechen und auch eine VdS-Zertifizierung haben, ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit in Funktion und technischer Ausführung bieten. Um den Wartungsaufwand für Rauchmelder auf die regelmäßige Funktionsprüfung zu reduzieren empfehlen wir Geräte mit erhöhten Leistungsmerkmalen zu verwenden. So verfügen alle unsere Geräte über eine leistungsfähige Lithium-Batterie, die eine Funktion bis zu 10 Jahren ohne Wechsel der Stromquelle ermöglicht. Danach kann der Melder einfach ersetzt werden. Der Ersatz nach 10 Jahren empfiehlt sich übrigens bei allen Meldern, da die Sensorik dann möglicherweise nicht mehr zuverlässig funktioniert. Mittels Funkvernetzung können Sie neben Rauchwarnmeldern auch Hitzemelder und CO-Warnmelder einbinden und so die Sicherheit in Ihrem Zuhause umfassend gewährleisten. Auf Wunsch beraten wir Sie gerne vor Ort und installieren Ihre Rauchmelder für Sie.

Rauchmelder regelmäßig warten!

Die DIN 14676 schreibt vor, dass Rauchmelder nach dem Einbau und in der Folge alle 12 Monate auf Ihre Funktion hin zu überprüfen sind. Neben den Anforderungen aus den Bedienungsanleitungen des jeweiligen Gerätes ist in jedem Fall zu prüfen, ob die vorgesehenen Eintrittsöffnungen frei von Schmutz, Farbe, Klebern oder ähnlichem sind, ob um den Melder herum ein halber Meter hindernisfreier Abstand gewährleistet ist und ob der Melder noch Alarm gibt, also ob die Batterien noch funktionieren und die Sirene noch in Ordnung ist. Dafür haben die Melder in der Regel einen Test-Knopf. Diese Prüfungen öfter durchzuführen schadet nicht – dafür empfehlen sich die Rauchmelder-Tage, die immer am Freitag den 13. stattfinden. Bereits vorhandene Melder kann man, sofern das durch die Bedienungsanleitung des Herstellers zugelassen ist, beim nächsten Batteriewechsel auch mit einer Lithium-Batterie nachrüsten. Die ist zwar etwas teurer, hält dafür länger und ist temperaturstabiler, so dass der Batteriealarm nicht immer nachts, wenn die Räume kälter werden, los geht.

Auch neu: Warnwestenpflicht für alle!

Neben der verbindlichen Verpflichtung zur Installation von Rauchmeldern sind in ganz Deutschland ab dem 1. Juli 2014 auch Warnwesten in allen Fahrzeugen Vorschrift! Waren diese bislang nur für gewerblich genutzte Fahrzeuge Pflicht, muss nun auch in jedem privaten Kraftfahrzeug (ausgenommen Motorräder) mindestens eine Warnweste nach EN 471 mitgeführt werden. In vielen Europäischen Ländern ist das schon länger so, teilweise muss sogar pro Mitfahrer eine Weste bereit gehalten werden.  Wir empfehlen daher, auf Nummer sicher zu gehen und pro Platz im Fahrzeug eine Warnweste anzuschaffen.  Diese sollten griffbereit im Innenraum aufbewahrt werden. Für Kinder gibt es spezielle Westen, die zwar nicht auf die geforderte Anzahl an Warnwesten angerechnet werden können, dafür aber besser passen und so das Kind bei Unfällen oder Pannen besser schützen.